darkdancer

Koffer zu und weg
 
 

Die Welt ist freundlich

...warum wir eigentlich nicht.

Gestern hab ich das Lied (mal wieder) im Radio gehört. Und dabei ging mir spontan durch den Kopf, was wir der Welt angetan haben.
Nee, ich will jetzt nicht einen auf Umweltaktivist machen. Was mir konkret und spontan durch den Kopf ging:
"Die Erde wehrt sich - warum wundert mich nicht". Sollt ich vielleicht einen Song draus machen...
Warum wir eigentlich nicht? Gute Frage. Der Mensch hat eine überragende Fähigkeit (ok - vielleicht mehrere - aber ich mein gerade nur eine). Nämlich die, zu warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Um dann hektisch nach Schuldigen zu suchen und mit dem Finger auf andere zu zeigen.
Aktuelle Diskussionen find ich auch interessant. Ganz besonders dieses 'die tun doch auch nichts - sollen die doch erstmal anfangen' wenn es um Klimawandel und Maßnahmen geht. Jeder kann was im Kleinen dazu beitragen. Dass auch große Maßnahmen erforderlich und überfällig sind, ist keine Frage.
Aber wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, können wir alle lange warten.
Oder auch nicht - weil es dann niemanden gibt, der überhaupt auf irgend etwas wartet?

15.3.07 09:54

Werbung


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


PielOs / Website (15.3.07 12:05)
Ui, das ist abär hübsss geworden hier... Lade ja meist nur die Feeds und geh nur zum Schreiben in die Blogs, daher verschlaf ich gern schonmal wenn sich da was tut. Gefällt mir!

Zur Sache:
Ja, stimmt! Ein bisschen mehr Umweltbewusstsein würde uns allen sicher gut stehen. Irgendwo in der Mitte zwischen Medienhype und Ignoranz. Meist sind es nur Kleinigkeiten, die die Geschicke in die eine oder andere Richtung drücken.
Ich errinnere mir an viele Begebenheiten wie zum Beispiel "Wir können ja zu Fuß dahin" und dann das "Näää, kein Bock, wir fahren"...
Und zu dem "in den Brunnen", erinnere ich mich daran (da muß ich ungefähr 12 gewesen sein), daß man damals schon bei einem Abschmelzen der Polkappen mit einem Anstieg des Meeresspiegels um ca. 6m rechnete. Wie ist man wohl eigentlich vor über 25 Jahren auf die Idee gekommen die Polkappen könnten das tun; also schmelzen?
Hmmm...
ich glaub ich muß nach Holland. Solang es noch da ist
Und ja, "Die Erde wehrt sich". Ich mir abär nicht. Ich find die Scheibe von Grönemeyer nämlich richtig gut. Sogar sogut, daß ich sie gekauft und verschenkt habe!


yemaja (15.3.07 17:14)
stimmt schon, wenn jeder etwas tun würde...
doch dann kommt der Satz: aber was könnte ich den tun..
nein Spass beiseite, es macht mich schon recht nachdenklich, denn auch ich kann mich an der Nasenspitze nehmen, so wegen nur husch in den Volg das vergessene Brot kaufen, doch die Zeit ist so knapp, also nehmen wir doch schnell das Auto..


jess / Website (16.3.07 14:50)
der mensch ist das unwichtigste lebewesen auf dieser erde . Sein hochmut wird ihn zu fall bringen .. früher oder später wird es uns nicht mehr geben .
die erde wird sich von uns erholen und sich weiterdrehen
so wie sie sich immer wieder erholt und weiter gedreht hat .

so einfach ist das
alles andere ist lächerlich und doof
auch ein lied vom gröni bringt da nix mehr
wir sind dermassen vernetzt und verwöhnt
und keiner will auf den luxus verzichten

wir ernten was wir sähen !


darkdancer (20.3.07 10:45)
Jess, das heißt aber doch nicht, dass man jetzt machen SOLL was man will - weil es eh keinen Zweck mehr hat!?!?
Ich sag ja auch nicht, dass das Lied hilft. Das Lied war nur ein weiterer Gedankenansatz - einer von vielen.
Wie war das? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ja, das mit dem Auto für die kurzen Wege kenn ich auch... Wobei ich da schon früher lieber zu Fuß gegangen bin. Z.B. beim morgendlichen Brötchen holen.
Aber jess hat absolut recht: sobald persönliche Einschnitte erforderlich sind, um irgendein globales (oder auch nur nationales) Problem in den Griff zu bekommen, ist es bei den meisten mit Einsicht, Verständnis und Bereitschaft vorbei...


jess / Website (20.3.07 11:03)

ich habe es doch auch gar nicht so " grantig " gemeint seemann ..
es stinkt mir einfach das jetzt alles so hoch geschauckelt wird , wo man VOR JAHREN schon hätte damit anfangen müssen etwas zu ändern .
es hat damals nix gebracht und es wird auch heute nix bringen und ich denke nicht das überhaupt irgendwer irgendwas ändern wid oder kann .

das hat nix mit hoffen zu tun .. damit kommst du nicht weit !


jess / Website (20.3.07 11:11)
ps:
ich habe 11 jahre in einem haus auf dem berg gelebt mit einem minimum an strom und luxus .. ohne pc und handy und heizung.
wir sind ( rosie und ich ) jeden herbst in den wald gefahren und haben dort die uns zugeteilten holzstämme gefasst .. mit der kettensäge zersägt und sie dann zu unserem haus geschleipft und an der aussenwand des alten holzhauses gestapelt.
mit der axt haben wir dann immer so ne wochenration gehackt für den grossen ofen , mit dem zu ca. 60% das ganze haus geheizt werden konnte. Ansonsten waren wir immer warm angezogen !!!

wir hatten nur einen kleinen dorfladen und eine post . Alles andere wwie auch zb. arzt etc. war 12 km weiter in chur .
im winter und frühjahr hatten wir häufig erdrutsche und waren tagelang von der aussenwelt abgeschnitten .

aber wir haben nix vermisst <):0))


darkdancer (21.3.07 07:52)
Das isses halt - ich bin nicht der Meinung, dass wir nichts getan haben. Ok - garantiert nicht jeder. Und ganze Nationen (bzw. deren Führung - die US-Amerikaner schwenken um, obwohl die Regierung bei Kyoto nicht mitgemacht hat - z.B. sichtbar daran, dass sie immer mehr Wert auf sparsame Kleinwagen legen...) interessiert nur die Wirtschaft und die eigene Tasche.
Gemacht wurde schon lange. Die Forschung in alternative Energien ist schon recht weit fortgeschritten. Die Schwierigkeit war halt, dass man ursprünglich (ich geh da etwas weiter zurück als du) nicht sehen konnte, was passiert. Krebs hieß auch mal Schwindsucht. Und davor wars wohl eher Besessenheit oder etwas in der Art.

Lange Rede...
Im Rahmen meiner Möglichkeiten bin ich schon ne Weile aktiv. Und wie ich schon geschrieben hatte: erst wenns zu spät ist bzw. wenn der Mensch Konsequenzen spürt, handelt er. Irgendwie hat er schon immer repariert, nie vorgesorgt...

Der geplante Kaminofen bei mir hat erst in zweiter Linie etwas mit Ambiente und Wohnqualität zu tun. In erster Linie soll er einen Teil der Wärmeversorgung übernehmen - bzw. die Ölheizung (übrigens sparsame Brennwerttechnik mit
Solarunterstützung, die bei uns wegen des Standorts nicht ganz so einfach ist) entlasten.

Problematik: ich weiß zwar, was ich gern machen würde, um die Umwelt zu entlasten. Außenisolierung des Hauses, Wärmepumpe statt Ölheizung, mehr Solarzellen (Röhrenzellen) auf dem Dach, ...
Ich weiß aber auch, dass das meine finanziellen Möglichkeiten schlichtweg übersteigt.

PielOs hats schon auf den Punkt gebracht, jess:
Die Mischung zwischen Medienhype und Ignoranz.


Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen