darkdancer

Koffer zu und weg
 
 

Jahreszeitenchaos

Schon komisch - heute war um 11:04 Uhr Herbstanfang. Aber bis jetzt hatte ich dieses Jahr 2 Tage Frühling und bis auf eben diese 2 Tage bereits einen kompletten Herbst. So gesehen hab ich also übermorgen die volle Anzahl Herbsttage. Und bevor der Winter kommt, wechsle ich aus Herbst in den Frühling, um dann wieder in den Sommer zu kommen.
Und in Melbourne sollen die Temperaturen kommende Woche schon auf max. 26° steigen - von der Jahreszeit her entspricht das Ende März bei uns in Deutschland.

2 Kommentare 23.9.11 13:36, kommentieren

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Die gute alte Baustelle...

Ein wesentlicher Teil unserer to do’s ist die Fertigstellung des Hauses, damit es auch vermietet werden kann. Und die Zeit drängt. Zwar sind "nur" noch das große Badezimmer und das Treppenhaus Baustellenbereich, aber an vielen anderen Stellen gibt es noch kleinere Restarbeiten zu erledigen. Und Arbeit sowie Vorbereitungen für den Start in Australien lassen nicht wirklich viel Zeit…

Der aktuelle Stand im Badezimmer: es geht langsam gen Vollendung. Ein paar Fliesen fehlen noch, leider an nicht ganz einfachen Stellen. Zum einen an der Dachschräge über der Badewanne…


Das ist viel Schneid- und Bastelarbeit; vor allem mit den großen Fliesen.
Eine weitere Stelle ist hinter der Heizung; wofür selbige natürlich noch einmal abgenommen werden muss. Zum Glück ist sie separat absperrbar und man muss nicht das ganze System vom Wasser befreien.

Bisher ist lediglich ein kleiner Teil verfugt – der Teil um das Waschbecken. Wobei mir wieder unsere Schränke in den Sinn kommen – gekauft und erst einmal eingelagert wissen wir jetzt nicht genau, was wir damit machen wollen.

Zum Vermieten wollen wir sie nur einbauen, wenn die potentiellen Mieter sie uns abkaufen würden. Mitnehmen macht auch wenig Sinn weil wir wohl vor Ort in ein gemietetes Haus einziehen werden (zumindest ist das der Plan) und die meist in Sachen Bad und Küche bereits ausgestattet sind…

Die Dusche hat auch noch keine Abtrennung und auch da sind die Fliesen noch zu verfugen.


Am weitesten fortgeschritten ist der Eingangsbereich. Seit die Decke fertig ist (abgesehen von einer Randleiste) fehlt da eigentlich nur noch ein wenig Fugenmasse und Silikon sowie Putzfarbe für den nicht gefliesten Teil…

1 Kommentar 21.9.11 08:04, kommentieren

To all whom it may concern

Nach dem Hinweis in einem Kommentar hab ich eben mal alle Minibilder in den Australienbeiträgen zu Links gemacht - also Klick auf das Bild und eine etwas größere Version öffnet sich in neuem Fenster.

2 Kommentare 20.9.11 18:55, kommentieren

Die letzte Woche

Durch Aschewolke, Erdbeben und ein wenig chaotische Planung bin ich fast 2 Tage später als vorgesehen in Melbourne eingetrudelt.


Blick aus dem Hotelfenster am nächsten Morgen


Es ging um ein abschließendes Resümee meiner Arbeit und mit einem Kollegen aus Deutschland hatte ich noch einen Stadtbummel am Wochenende geplant – es sollte in die Docklands und zum Victoria Market gehen.
Die Docklands erinnerten mich ganz stark an die Hafencity Hamburg… konzeptionell. Ehemals Hafenanlagen und Lagergebäude, durch zunehmende „Containerisierung“ brach liegendes Gelände, das irgendwann in Wohn- und Freizeitraum umgewandelt wird. Einige Teile werden Gewerbegebiete.




Wir sind mit der Metro von Brunswick bis Flinders Street Station gefahren und dort in die kostenlose Circle Line umgestiegen.



Wie der Name schon sagt fährt die gewissermaßen im Kreis und vermittelt ein Gefühl von Nostalgie. Wenn ich mich recht erinnere habe ich Ähnliches bereits in Lissabon mit der dortigen Straßenbahn erlebt. Das war zwar in den 80ern, aber auch damals war das schon eine sehr alte Bahn. Hatte Spaß gemacht – wenngleich die Bahn nichts für Leute ist, die es eilig haben.

Von den Docklands ging es zu Fuß in Richtung Victoria Market – durch einen für mich wieder merkwürdig anmutenden Park…


Es war immerhin der 19. Juni – und Herbstlaub lag auf dem Boden.

Victoria Market ist ein buntes Sammelsurium aus Verkaufsständen mit allem möglichen Ramsch, gefolgt von einem Bereich für Obst- und Gemüsehändlern, ein Bereich für Fleisch- und Wurstverkauf, Brotverkauf u.s.w.



Viele Fotos habe ich da nicht gemacht – zum einen war es zu voll, zum anderen war ich auf der (letztlich erfolgreichen) Suche nach Opalschmuck für meine bessere Hälfte.
Es war der letzte Tag in Australien – am Montag darauf ging nachmittags meine Maschine über Singapur und London nach Hamburg.
Hier noch die letzten Eindrücke aus Melbourne…






Den nächsten Tag verbrachte ich bis zum frühen Nachmittag noch in der dortigen Verwaltung meiner Firma, bis ich von einem Kollegen zum Flughafen gebracht wurde.

Die Gelegenheit 3 Monate durch Australien und Neuseeland zu reisen kam unerwartet. Vor vielen Jahren hatte ich davon geträumt, nach Australien auszuwandern – vermutlich ähnlich wie viele, die man in einschlägigen Sendungen im Privatfernsehen bewundern darf. Keine Ahnung, was einen erwartet, keine Ahnung, warum man weg will – und immer davon ausgehend, dass „dort“ alles anders und vor allem besser ist.
Zugegeben; ich hatte mich mit Land, Leuten, Geschichte, Kultur u.s.w. schon befasst. Ich hatte sogar schon Unterlagen von der australischen Wirtschaftsvertretung in Hamburg angefordert.
Dann kam Familie, Kind… und irgendwann war es nur noch ein vergangener Traum. Abgehakt.
Bis März dieses Jahres… ich war am ersten Tag kaum eine Viertel Stunde in der Verwaltung als bereits die Frage an mich gerichtet wurde ob ich mir vorstellen könne, den Job dauerhaft zu machen.
Geantwortet hatte ich mit einer Gegenfrage; ob sie nicht erstmal warten wollten bis sie meine Arbeitsweise kennen würden…
Nun, die Stelle war innerhalb des Konzerns international ausgeschrieben und ich musste vor dieser 3-Monats-Aktion einen Lebenslauf und eine Bewertung seitens meiner Vorgesetzten schicken. Darauf stützte sich wohl die Frage der örtlichen Personalchefin.

Wie auch immer – im Laufe der 3 Monate ging es ans Eingemachte. Prüfung der Möglichkeiten (mit Ende 40 bin ich für die australischen Behörden nicht gerade ein Top-Einwanderungskandidat), Check der Gehaltsvorstellungen u.s.w.
Und nach meiner Rückkehr nach Schleswig Holstein kam es dann letztlich zur Unterzeichnung meines Arbeitsvertrages mit der australischen Firma.

Mittlerweile gab es viele Formulare, Erklärungen und Aktionen zur Vorbereitung. Vorletzte Woche hat dann ein Anwalt in Sydney das Visum beantragt – ein 4-Jahres-Visum. Letzte Woche hatte ich noch einen Gesundheitscheck bei einem von den australischen Behörden anerkannten Arzt absolviert.
Zeugnisse, Erklärungen zur Partnerschaft (unverheiratet = man muss belegen, dass man seit mind. 6-12 Monaten zusammen lebt), australischen Krankenversicherung… alles bereits erledigt.
Aktuell geht es um die Umzugsplanung. Wir leben in einem Einzelhaus und sind gewissermaßen gezwungen, den Haushalt aufzulösen. Entscheidung, was mitkommt, verkauft wird, verschenkt wird oder eingelagert wird. Im Laufe des Lebens hat sich vieles angesammelt – meine Sammelwut rächt sich jetzt…

Derzeit holen wir Angebote von Umzugsfirmen ein – geplant ist ein 20-Fuß-Container. Mal sehn, was da auf uns zu kommt…

4 Kommentare 20.9.11 10:34, kommentieren

Über Sydney zurück nach Melbourne

Wie zuletzt schon erwähnt hat mir die Aschewolke aus Chile und das Erdbeben in Christchurch einen zusätzlichen Aufenthalt in Sydney beschert… wobei das fast schief gegangen wäre. Denn am Flughafen angekommen bekomme ich ein Infoblatt über den weiteren Ablauf ausgehändigt; Übernachtung im Ibis Darling Harbour, dort nachmittags dann Abholung zum Flughafen und gegen frühen Abend Weiterflug nach Melbourne…
Aber dazu etwas später mehr.
Zuerst einmal kam ich erst im Dunkeln im Hotelzimmer an. Licht an, kurzer Blick aus dem Fenster, Kamera fertig machen und Licht wieder aus.




War schon ein beeindruckender Ausblick.

Den nächsten Tag hab ich dann an besagtem Fenster sitzend bei der Arbeit verbracht. Draußen herrschte ein Wetter, das ich so auch schon oft in Hamburg erlebt habe; Schauer, Nieselregen, trübe… Was dem Ausblick keinen Abbruch getan hatte.




Nachmittags durfte ich dann erstmal feststellen, dass ich zum auf dem Handzettel angegebenen Zeitpunkt nicht abgeholt wurde. Versuche, die Fluggesellschaft telefonisch zu erreichen, scheiterten. Eine Bandansage bezüglich der Ausfälle wegen der Aschewolke war die Sackgasse, in der ich letztlich immer landete.
Also die Fahrt zum Flughafen (rund ne halbe Stunde) selbst organisiert. Ich bin dann auch mit einem Airport Shuttle gerade noch rechtzeitig eine halbe Stunde vor geplantem Abflug angekommen – um zu erfahren, dass mein Flug bereits für den frühen Morgen geplant war. Zum Glück konnte ich den Handzettel mit meinem aufgedruckten Namen vorweisen. Nach ein paar Telefonaten hat mir die Mitarbeiterin der Fluggesellschaft dann noch einen Platz in der Maschine nach Melbourne organisieren können.
In Melbourne dann nur noch schnell meinen Dienstwagen für die letzte Woche abgeholt und ab ins Hotel.
Nachdem ich schon 2x im Mantra/Tullamarine gewesen war (für insgesamt über 5 Wochen) haben die Mitarbeiter mich dort wieder mit Namen begrüßt.
Again a kind of coming home…

1 Kommentar 13.9.11 13:55, kommentieren