darkdancer

Koffer zu und weg
 
 

Letzter Monat in Deutschland??

Noch ists ja nicht raus, ob wir wirklich am 1.12. fliegen können. Gebucht ist bei Quantas - und da wurde gestreikt. Seit gestern ist Friedenspflicht für 21 Tage.
Eigentlich wurde nicht wirklich gestreikt, sondern ausgesperrt bevor gestreikt werden konnte. Aber ändert nichts daran, dass nicht klar ist, wie es damit in 3 Wochen weiter geht.

Die Vorbereitungen gehen auch in die finale Runde. Die ganzen Inspektionen (Zahnarzt, Hausarzt) sind abgeschlossen, wir haben beide neue TÜV-Siegel.
Die Baustelle macht auch schnelle Fortschritte. Seit rund 2 Jahren hat eine neue Haustür auf Einbau gewartet (wir haben 2 Eingänge) - jetzt ist sie drin.


Ja, da waren mein Junior und ich noch am Schrauben - ein Foto von der Tür folgt demnächst.

Ein Mitarbeiter der Umzugsfirma wollte gestern da sein, war aber am Feierabendverkehr von Hamburg gescheitert... Termin auf morgen nachmittag verschoben. Da erfolgt die Taxierung (wieviel Platz und Verpackungsmaterial brauchen wir?). Und natürlich eine genauere Preisinfo.
Übermorgen kommen dann Vertreter einer sozialen Einrichtung - wir haben ein paar Möbel abzugeben. Verkaufen lohnt da nicht wirklich, aber sie sind noch gut erhalten und man kann damit noch jemanden etwas Gutes tun.

Nächste Woche werden wir unsere 3 defekten Elektrogroßgeräte los und Anfang übernächster Woche ist Sperrmüll. Das Haus wird sich langsam leeren.

Der Container sollte erst auf den letzten Drücker gepackt werden - denn ab da haben wir nur noch das, was wir im Koffer mitnehmen und das, was wir hier lassen. Wir haben ja das kleine Problem, dass wir pro Nase nur 30 kg (23 im Koffer, 7 im Handgepäck) mitnehmen dürfen. Wir sollten Sommerklamotten dabei haben, brauchen aber bis zuletzt hier eher Winterklamotten.
Viele logistische Details halt...

3 Kommentare 1.11.11 18:25, kommentieren

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Wie sieht’s derzeit eigentlich aus…

Im Juni des Jahres haben wir mit den Gehaltsverhandlungen angefangen, Mitte Juli hab ich endgültig zugesagt und den Arbeitsvertrag mit den Aussies unterschrieben… Und dann ging der Behördenkram los. Dokumente über Dokumente. Zusätzlich zu den „üblichen“ kamen bei uns noch ein paar dazu.
Ich hab ein paar gesundheitliche Handicaps – nichts Tragisches, aber genau das wollte Immigrations bestätigt sehen. Also health examination – die ich auch erfolgreich überstanden hab.
Wobei so etwas nur von einem von Immigration Australia anerkannten Arzt in Deutschland gemacht werden kann – einem so genannten „Panel Doctor“. Und der nächste ist von Hamburg aus in Hannover. Für etwas mehr als eine halbe Stunde Untersuchung einmal Hannover und zurück…
Eine andere zusätzliche Geschichte war der Beweis, dass meine bessere Hälfte und ich schon seit mehr als 6-12 Monate zusammen leben. Also Statements von uns und von „family and friends“.
Auch das wurde erfolgreich gewuppt, seit Anfang der 41. KW ist das Visum durch – nicht ganz 5 Wochen nachdem der zuständige Anwalt in Sydney es eingereicht hat.

Direkt im Anschluss ging es an die Terminvereinbarung – Anfang Dezember wurde von allen Beteiligten (unsere Arbeitgeber hier, der künftige Arbeitgeber und wir natürlich) beschlossen.
Seit heute ist jetzt der genaue Termin fest, der Flug ist gebucht. Abflug in Deutschland am 1.12. um 15:15 Ortszeit, Ankunft in Melbourne am 03.12. um 06:30 Ortszeit (planmäßig), was dem 2.12. 20:30 deutsche Zeit entspricht.
Als anfängliche Unterkunft haben wir 2 Alternativen zur Wahl bekommen und uns für eine entschieden, die aber jetzt noch nicht gebucht ist. Wird wohl erst Montag was, weil derzeit immerhin 9 Stunden Zeitunterschied bestehen und die Leute dort schon im Wochenende sind.
Ab Ende Oktober sind es dann 10 Stunden, weil Oz bereits auf Sommerzeit gestellt hat, wir aber erst am letzten Wochenende auf Winterzeit stellen (für alle die, die meine Angabe zu den Ankunftszeiten nachrechnen und sich jetzt wundern, dass ich hier 9 Std. schreibe, wo es dort doch 10 Std. sind ;o) ).
Soviel zu dem Teil der Aktion… bleibt das Private.
Wie z.B. Haus vermieten. Wir haben inseriert und weil wir nahe am Ende der Welt in einem kleinen Dorf leben damit gerechnet, mit Glück jemanden zu finden…
Keine Woche nach Inserat sind es bereits 5 Interessenten. An der Stelle also nicht so das Problem… nur: das Haus ist noch gar nicht ganz fertig. Schreitet zwar schnell fort, aber tempus fugit.
Wir wollen ganz zum Schluss noch einmal die Familie besuchen, die größtenteils im Süden unserer Republik lebt. Und sind damit beim nächsten Problem: räumen, sortieren, packen (und alles, was gepackt wird vorher gründlichst reinigen).
Heute noch muss ich die bevorzugte Umzugsfirma anrufen, damit sie mal vor Ort sichten, was wir mitnehmen wollen um uns ein detailliertes Angebot zu erstellen. Der Container muss bis zur 47. KW gepackt und auf dem Weg sein.
Immer noch sind so einige Verträge zu kündigen – Versicherung und so. Aber vieles davon können wir eben erst kurz vor Schluss kündigen – weil eine behördliche Abmeldebescheinigung beiliegen muss und die gibt es frühestens 14 Tage vor Verlassen des Landes.
Da wir mein deutsches Bankkonto erstmal behalten werden muss ich dafür sorgen, dass jemand in der Lage ist, mich bei Bedarf zu vertreten = Bankvollmacht.
Und immer wieder mal fällt uns ein Detail ein, dass wir vorher gar nicht auf dem Zettel hatten. Die Liste wird abgearbeitet, aber kaum kürzer.

1 Kommentar 21.10.11 11:34, kommentieren

Kulanzentscheidungen oder Amt für Telekommunikation

Behörden sind ja immer was ganz besonderes. Von Amts wegen bürokratisch möchte man sagen.
Aber irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren dass das ein Gerücht oder ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Nein – nicht die Behörde; die überzogene Bürokratie.
Heute gibt es bei den Behörden deutlich weniger Probleme. Sogar mit Versicherungen komm ich grad gut zurecht (abgesehen von einem Typ der DVAG, der sich jetzt in der 2. Woche nicht gemeldet hat).
Aber das „Amt für Telekommunikation“ hat zu geschlagen...
Aus einer Mail:

Sehr geehrter Herr ...,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Sie wünschen eine vorzeitige Kündigung, da Sie ins Ausland ziehen? Ihren Wunsch verstehen wir sehr gut. Gerne informieren wir Sie umfassend.

Bei der Einrichtung und bei der Kündigung eines 1&1 DSL-Anschlusses entstehen uns Kosten, die wir auf die monatlichen Gebühren der gesamten Vertragslaufzeit umlegen. Zufriedenheit steht bei uns an erster Stelle, daher bieten wir Ihnen an, Ihren 1&1 DSL-Vertrag gegen eine einmalige Gebühr von 99,95 EUR vorzeitig aufzulösen.

Damit wir Ihren 1&1 DSL-Vertrag schnell für Sie kündigen können, senden Sie uns bitte unter Angabe Ihrer 1&1 Kundennummer folgende Unterlagen zu:

- eine schriftliche Zustimmung zum heutigen 1&1 Angebot
- die Abmeldebescheinigung des entsprechenden Einwohnermeldeamtes

Sie erreichen uns per Fax unter...


Mal anders ausgedrückt: ich habe einen Vertrag mit einer Frist bei 1&1 (ich hab glaub ich schon seit über einem Jahrzehnt Verträge bei 1&1 – und bin immer mit denen umgezogen). So lange sie mir Leistungen anbieten können bekomm ich die und zahle brav. Will ich kündigen, muss ich mich an die Fristen halten – ist ja auch ok so.
Ziehe ich irgendwo hin wo mir keine Leistungen angeboten werden können muss ich Strafe zahlen. Die Gebühr fällt unter den Begriff „Kulanz“ und fällt an, weil 1&1 mir an meinem neuen Wohnort nichts bieten kann – und ich gezwungen bin mir eine Alternative zu suchen.
Ich hab nicht nachgesehen – nur irgendwo gelesen, dass die Abmeldebescheinigung bei der Telekom als Sonderkündigungsgrund akzeptiert wird. Vielleicht verlangen die auch eine einmalige Gebühr.
Ist halt auch nur so, dass ich schon oft mitbekommen habe, wie Neukunden mit Sonderpreisen gelockt wurden, die Monate später dann für die Bestandskunden als kommende Preisreduktion verkauft wurden. Und noch einmal ein paar Wochen später war es dann endlich möglich, das an die Bestandskunden weiter zu geben.
Es gibt mittlerweile etliche Anbieter, die ohne oder mit sehr geringen Kündigungsfristen arbeiten. Ich für meinen Teil weiß, dass mein nächster deutscher Telekommunikationsanbieter (falls es denn einen geben wird) nicht 1&1 heißt.
By the way: Reisertermin ist der 1.12. - erster Arbeitstag in Melbourne soll der 5.12. sein.

3 Kommentare 13.10.11 19:59, kommentieren

Breaking news...

Das Warten hat ein Ende!
Ich zitiere aus einer Mail, die mich heute im Büro empfangen hat:

"We are pleased to advise that your and your partner’s 457 visas have been approved. Please refer to the Department’s notifications ATTACHED. The visas are valid until 10 October 2015."

Jetzt geht's an die Terminvereinbarung. Mit meinem jetzigen Chef hatte ich schon geredet - mir wäre der 1.12. lieb. Muss ich heute in trockene Tücher bringen, dann mit der Personalchefin in Australien reden, damit die sich um die organisatorischen Details kümmern.
Und dann kommt der Aufhebungsvertrag hier in der Firma... und viel Arbeit. Wir bereiten zwar schon lange vor, aber jetzt wirds ein strammes Programm.
Immer noch ein Problem: ein noch nicht fertiges Haus, das vermietet werden soll = vorher fertiggestellt werden muss...

3 Kommentare 11.10.11 06:58, kommentieren

Bitte warten sie…

Seit etwas über 2 Wochen ist das Visum beantragt. Einzige bisherige Aktion in der Folge war die Durchführung eines Gesundheitschecks. Das ist nicht bei jedem Kandidaten erforderlich; aber auf Basis chronischer Problematiken hatten wir sowieso damit gerechnet.
Laut Immigration dauert der Prozess 8-12 Wochen, aus der Erfahrung des Anwalts, der sich um den Visumprozess im Auftrag meines künftigen Arbeitgebers kümmert sind es 5-8 Wochen. Was bedeutet, dass wir in 3-6 Wochen etwas wissen sollten.
Geplant war ja der 1.11. als Starttermin; der dürfte nur noch schwer zu halten sein. Der 1.12. wäre uns aufgrund der ganzen to do’s auch lieber.

Ist aber schon ein merkwürdiges Gefühl. Nicht dass wir nicht genug zu tun hätten, aber bisher herrschte ein ständiger Mailwechsel zwischen Anwalt, neuem Arbeitgeber und uns. Anforderungen, Ergänzungen, Informationen – und auf einmal Ruhe. Kommt mir ein wenig unwirklich vor.
Ansonsten tauschen wir uns immer mal über „wie es wohl werden wird“ aus. Teils alltägliche Dinge. So sind z.B. Häuser in Australien meist mit (oft eingebauten) Kleiderschränken und vor allem meist mit Küchen, gelegentlich aber ohne Kühlschränke ausgerüstet. Mein Schatz wollte schon immer einen side-by-side Kühlschrank. Wäre eine passende Gelegenheit.
Andererseits sind die Teile nicht billig – was, wenn wir nach 2 Jahren zurück wollen? Wir könnten ihn wohl mitnehmen – wobei der Umzug zurück nach Deutschland von uns selbst zu bezahlen wäre. Daher planen wir schon so, dass wir Dinge mitnehmen, die wir dann ggf. dort lassen würden.

Anderes Thema: Auto fahren. Meine bessere Hälfte kann es sich noch nicht wirklich vorstellen wie es ist wenn das Steuer rechts ist und man generell auf der linken Seite fahren muss. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich schnell daran gewöhnt – aber ich kann ihr Gefühl nachvollziehen. Mir ging es ursprünglich nicht anders.

Während des Wartens auf Bescheid kümmern wir uns ums Haus. Sachen sortieren, eingelagerte Kartons sichten, entscheiden was mit den Dingen passiert – und das Bad fertig stellen. Stück für Stück…

Die Duschnische jetzt auch verfugt…


Auch die Schräge ist fertig gefliest


Fehlt noch die Bastelarbeit an der Ablage neben der Wanne

Als nächstes muss ich die Heizung mal abnehmen um die Ecke zu fliesen. Außerdem muss die Heizung 2 cm nach links versetzt werden.
Zum Glück lässt sich der Heizkörper vom System trennen ohne es komplett entleeren zu müssen.

3 Kommentare 29.9.11 10:08, kommentieren