darkdancer

Koffer zu und weg
 
 

Final accommodation

Tja, ich muss die Abstände unbedingt kleiner bekommen… Über einen Monat nichts geschrieben; das geht ja gar nicht…
Letztlich werden wir von Firma und dem Einrichten weiter auf Trab gehalten – und an solchen Dingen wie das Führen des Blogs gehindert.

Einen Tag nach Ankunft in Melbourne musste ich schon los auf Dienstreise. Ich hatte da schon den Sinn der Aktion hinterfragt und das hat sich bisher nicht geändert. Es ging im Grunde darum, dass ich einen mir bis dato unbekannten Teil des Geschäfts kennen lernen sollte, aber dazu fing ich im Rahmen dieser Dienstreise pauschal ausgedrückt mit dem zweiten Schritt vor dem ersten an. Hat insgesamt nur eins gebracht: wenn ich demnächst Schritt eins vorbereite weiß ich wenigstens zum Teil schon, was danach kommt…
Anyway – immer noch unter dem jet lag Einfluss war ich kurz nach Ankunft schon in Brisbane. Viel mitbekommen hatte ich nicht – der Aufenthalt ging über 3 Tage und danach war ich zurück in unserem Hotel, in dem wir die ersten Wochen verbracht haben.
Ein Blick aus dem Fenster…


Am 2. Tag nach Ankunft vor Abreise nach Brisbane hatten wir gleich noch das Thema Erreichbarkeit geregelt. Handykarte und 2 Surfsticks für Netbook und Laptop.
Nach dem 3-Tage-Trip folgten die ersten Tage im Büro. Viel organisatorische Arbeit, aber auch gleich die Vorbereitung für die nächste Dienstreise. Kaum zurück, war ich auch schon wieder weg – diesmal 3 Tage in Adelaide.

Privat lag das Hauptaugenmerk auf der Suche nach einem Haus – wir hatten uns schon vor Abreise im Internet informiert und beschlossen, wie in Deutschland auch im Randgebiet einer Großstadt etwas mehr auf dem Land zu leben. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf Sunbury, einer knapp 40.000 Seelen-Gemeinde eine halbe Stunde Autofahrt vom nördlichen Stadtrand Melbournes entfernt, wo auch mein Arbeitsplatz liegt.
Real Estate Seiten aus dem Internet waren uns schon lange bekannt und schnell hatten wir ein paar Häuser gefunden, die auch am Wochenende zu besichtigen waren. Damit folgte der erste reale Blick auf Sunbury und die Bestätigung, eine gute Wahl getroffen zu haben. Wir haben uns auf Anhieb in den Ort verliebt.




Schon beim ersten Besichtigungstermin hatten wir uns ein wenig in das Haus verguckt. Es hatte ein paar Kleinigkeiten, die uns nicht so gefielen, aber im ersten Anlauf war es ein Hingucker.
Der Makler unterhielt sich ein wenig mit uns und meinte, dass er gerade erst eine Hausbesichtigung in einem anderen Haus vorgenommen hätte und er sich vorstellen könne, dass das Haus etwas für uns wäre. Da es sich bei der aktuellen Besichtigung um eine öffentliche handelte bot er uns an, nach Ende des Termins mit uns zusammen zu besagtem Haus zu fahren.
Nun, wir hatten uns nach diesem zweiten Haus zwar noch ein paar angesehen, aber um es kurz zu machen: das zweite Haus ist es geworden (Bilder dazu später). Wir fingen kurz darauf mit dem Beantragungsprozess an. Sicherheiten sind hier Referenzen von Arbeitgebern, vorherigen Vermietern und Freunden. Wir mussten angeben wer der Vorgesetzte ist und wer der letzte war, weiter einen Kollegen aus aktueller und vorheriger Firma benennen, private Freunde, vorheriger Vermieter u.s.w. Alles mit Emailadresse und Telefonnummer. Der Makler (der hier auch Verwalter ist – die Vermieterin haben wir bis heute nicht kennen gelernt) hat dann ein paar Leute angerufen und andere per Mail angeschrieben. Sozusagen den Leumund in Erfahrung gemacht.
Danach berichtet er der Vermieterin, die entscheidet, ob die Kandidaten auf Basis aller erhaltenen und bekannten Informationen in Frage kommen. Hat gepasst (laut Makler war ihre Antwort „grap them“).

In der Folge ging es los mit Suche nach ersten Möbeln, einem Kühlschrank (Küche ist immer inklusive, Kühlschrank dabei nie) und einer kleinen Grundausstattung (Geschirr, Besteck, Bettwäsche, Matratzen).
Dazu dann nächstes mal mehr – wie auch zu den erst im dritten Anlauf erfolgreichen Versuchen, einen Handyvertrag zu bekommen… Da kommt dann auch das dem einen oder anderen vielleicht bekannte Thema „100 Punkte System“ zur Sprache.

Zum Abschluss diesmal noch ein Foto von unserem Weihnachtsbaum, den wir bei einem ersten Bummel durch Ikea in Melbourne erstanden hatten. Wenigstens etwas..

1 Kommentar 21.2.12 13:07, kommentieren

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On the way to Australia

Sorry guys but the last weeks have been of course very busy.
Aber ich will versuchen an die letzten Eintraege nahtlos anzuknuepfen und die letzten 1 ½ Monate nachzuholen.

Wie ich seit heute weiss ist es nicht die Hanjin China, die unseren Container nach Melbourne bringt. Die hat ihn in China an ein anderes Schiff uebergeben. Der Name erinnert er an eine Tropenkrankheit (da gibt’s doch sicher auch was von Ratiopharm?)... Es ist die Bunga Raya Dua und wie ich heute tracken konnte ist das Schiff auf dem Weg nach Melbourne auch schon an Sydney vorbei. Soll laut Schiffsinfo am 09.01. eintreffen, laut Info Port of Melbourne am 11.1. Danach dauert es noch einmal bis zu 14 Arbeitstage, bis wir endlich unsere Moebel und Sachen wieder haben.
Aber ich greife vor – seit Abreise ist immerhin ne Menge Zeit vergangen und viel passiert.

Angefangen damit, dass wir unseren Zeitplan nicht einhalten konnten. Statt am Mittwoch den 23.11. zu unsere geplanten Abschiedstour aufzubrechen hatten wir das erst am Freitag den 25.11. geschafft. Und auch da nur mit extrem viel Stress. Dabei hatten wir glatt vergessen die Haustuer zu schliessen. Also nicht zu verschliessen – wir hatten sie sperrangelweit offen stehen lassen. Dazu muss man aber erwaehnen, dass wir 2 Eingaenge haben. Der eine ist auf Parkplatzseite und eigentlich ein Hintereingang durch die Waschkueche, der andere liegt auf der anderen Hausseite und ist direkt nur von den Nachbarn einsehbar, die dann die Tuer auch geschlossen hatten.
Es war ein sehr merkwuerdiger Moment das Haus zu verlassen, in dem wir wohnen bleiben wollten bis zu unseren alten Tagen. Traurig auf alle Faelle. Das bevorstehende Abenteuer verblasste da voruebergehend ein wenig.

Weil wir erst so spaet los gekommen sind mussten wichtige Etappen leider auf der Strecke bleiben. Wir mussten die Tour auf Familie beschraenken und konnten uns nicht mehr persoenlich von unseren Freunden in Oesterreich verabschieden. Es war wie vorher weiter ausgesprochen stressig, nur eben eine andere Art von Stress.
Und auch eine ausgesprochen emotionale Zeit.
Wir konnten in dieser Phase schon ueben aus dem Koffer zu leben. Auch wenn wir noch ein paar zusaetzliche Dinge hatten, die am Ende bei meinen Eltern blieben. Bettzeug zum Beispiel.

Meine Eltern hatten uns dann letztlich am 1.12. zum Flughafen Stuttgart gebracht, meinen Dienstwagen hatten wir einen Tag vorher in Sueddeutschland abgegeben.
Wir wurden nur vor dem Airport abgesetzt um die emotionale Seite des Abschieds so kurz wie moeglich zu gestalten. Hatten auch noch reichlich Zeit und hingen am Flughafen rum. Aber besser so als auf den letzten Druecker; zumal das Gepaeck dann schon aufgegeben war und auch gleich durchgecheckt wurde. Das naechste mal bekamen wir das erst am 3.12. in Melbourne wieder zu Gesicht.

Von Stuttgart aus ging es zuerst nach London, wo wir um die 6 Stunden Aufenthalt hatten. Da waren wir schon einigermassen muede aber es hielt sich noch in Grenzen.
Ab London kamen dann die beiden langen Etappen. Erst 12, dann 7 Stunden (Zwischenlandung in Singapur). Und ich kann in Flugzeugen nicht wirklich schlafen = bei Ankunft war ich platt. Dazu kommt, dass jet lag in die Richtung (der Sonne entgegen) besonders heftig zuschlaegt.
Nun, statt Schlaf hatte ich mir dann eben etliche Spielfilme zu Gemuete gefuehrt. Der Airbus A 380 ist schon klasse.

In Melbourne sind wir am 3.12. um 6:30 Ortszeit wie geplant gelandet. In Deutschland war es da 21:30 am 2.12.
Durch den Zoll ging es ohne irgendwelche Probleme, keine Kontrollen und nichts dergleichen. Kaum draussen ging es zur oertlichen Niederlassung meiner Firma um gleich mal unseren Dienstwagen abzuholen (war ein Hyundai i30). Ein Navi gab es dazu – und nach Einladen gings los in Richtung Hotel, das fuer den ersten Monat gebucht war.
Muede und abgespannt gleich in den Linksverkehr gestuerzt, aber nach meinen Erfahrungen von April bis Juni 2011 hatte ich mich sofort wieder daran gewoehnt.

Demnaechst dann die Fortsetzung...

2 Kommentare 9.1.12 05:07, kommentieren

Überseeumzugsstress

Zurzeit kommt kaum was von mir hier - wir stecken mitten im Umzugsstress. Gestern ist der Container mit unserem Umzugsgut abgeholt worden - er stand das Wochenende über zum Beladen hier. War auch ein anstrengendes aber erfolgreiches Wochenende mit ner Menge Spaß. Am Sonntag waren wir schon weiter als wir vorher gedacht hätten, Montag vor Abholung kamen die letzten Stücke rein. Bis auf eins, das wir später erst gefunden hatten. War vorübergehend verschütt gegangen. Aber nur ne Wolldecke in einer Klappbox - nicht tragisch.
Jedes Packstück im Container braucht eine Nummer, jede Nummer muss auf einer Packliste mit einer englischen Inhaltsbeschreibung aufgeführt sein. 2 Stücke hatten wir am Samstag vergessen - schon drin, nicht nummeriert. Hat aber auch noch geklappt - ich kam grad noch so ran um Nummern aufzukleben. Und die weiblichen Helfer hatten sich einen Spaß aus heiterem Inhaltsraten gemacht.
Sie wussten dann schon die Nummer, wenn man den Inhalt genannt hat (mittlerweile weiß ich sogar, dass die Tupperware in der 105 ist).
Knapp 140 Packstücke haben wir - von Couch bis zum einzeln verpackten Puzzleteppich.
Container ist versiegelt und wartet in Hamburg auf das Schiff, das gestern noch von Port Said kommend im Mittelmeer war. Der Plan ist, dass das Schiff (die Hanjin China) am 28.11. Hamburg verlässt und am 10.01. in Melbourne ankommt. Dann folgt noch der Quarantänenachlauf, so ab Ende Januar sollten wir unsere Sachen wieder haben.
Heute steht der nächste Container vor der Tür - Mischabfälle. Von Bauschutt, der noch da war bis zu alten Haushaltsartikeln, die wir nicht mehr brauchen. Ne Menge Zeug, das man in nur 5 Jahren ansammelt.
Übermorgen wollten wir auf eine letzte Tour durch Deutschland aufbrechen. Auf dem Plan stehen Erzgebirge, Oberösterreich (ich weiß - das ist nicht Deutschland - aber nahe an der Grenze), weiter ins Allgäu um dann im Bereich der schwäbischen Alb die letzten Tage bis zum Abflug am 1.12. bei unseren Familien zu verbringen.
Mal sehn ob ich vor Ankunft in Oz noch einmal dazu komme etwas zu schreiben... könnte schwierig werden. Auch jetzt hab ich grad mal eine kleine Kaffeepause genutzt. Wir sind beide nahe dem Ende unserer Kräfte - aber es ist auch fast geschafft....

1 Kommentar 22.11.11 15:05, kommentieren

Abreisevorbereitungsstress

Gestern kam die Rechnung für den Umzugscontainer... die muss bis zum 18. bezahlt sein, am 19. kommt der Container und wird am 21. wieder abgeholt. Ihn für mehr als 3 Stunden an einem Wochenende "absatteln" zu lassen (der bleibt aber trotzdem auf einem Hänger) kostet uns zwar 175 € extra, aber innerhalb von 3 Stunden ist das zu zweit sonst kaum zu schaffen. Und das ginge ja auch nur an Wochentagen, an denen wir dann wiederum keine Helfer bekommen könnten.
Das Umzugsgut sammelt sich zusehends im Esszimmer. Aber es ist immer noch ne Menge zu tun und wir müssen beide noch bis zum besagten Wochenende arbeiten, meine bessere Hälfte sogar an dem Wochenende.
Nebenbei ist ja das Haus auch immer noch in Arbeit. Dazu muss man sagen, dass die Mieter ein absoluter Segen sind - gestern war die Mieterin da und wir sind durch die Räume gegangen; haben dabei eine Liste über die to do's aufgestellt. Und am Ende hat sie mir gesagt, was alles aus ihrer Sicht nicht mehr fertig werden muss weil sie es dann übernehmen. Gibt eigentlich nur noch 2 größere Punkte, die wir noch machen müssen - und das sollten wir eigentlich auch schaffen.
Natürlich wird in der Folge was an der Miete gemacht - das hatten die Vermieter (meine Eltern) und wir gleich besprochen. Im Grunde ist gestern eine große Last abgefallen, wobei wir trotzdem versuchen, so viel wie möglich noch fertig zu bekommen.
Sobald der Container weg ist wird das Haus leer sein - dann kann man eigentlich ungehindert arbeiten. Wobei - leer ist das falsche Wort. Ein Raum (Dachboden des Anbaus) wird nicht mit vermietet - dort lagern wir das eine oder andere ein. Vorläufig sind da aber noch Bauabfälle aller Art zwischengelagert - man kann nicht wegen jedem Gipsplattenrest oder Mauerstein zum Wertstoffhof fahren. Also auf die letzten 3 Tage noch einen Mischabfallcontainer bestellen - das Zeug aus dem Dachboden rausschmeißen, unsere für die Einlagerung vorgesehen Sachen (wie z.B. ein großer Kleiderschrank) in das Anbaudach räumen, alles verschließen und gut ist.
Es ist ein volles Programm - zumal man ja auch noch ein wenig Zeit haben will, sich von Freunden zu verabschieden. Ab übernächsten Mittwoch wollten wir eigentlich durchs Land ziehen. Von Schleswig Holstein und Hamburg aus über das Erzgebirge, Oberösterreich (ok - durch die Länder), Allgäu zur schwäbischen Alb. Und von Stuttgart aus geht am 1.12. der Flieger.

Es gibt noch sehr viel zu tun - abgesehen von letztem Zahnarzttermin nächste Woche muss ich auch noch 1x zum Arzt, ab nächster Woche können wir die Abmeldung bei der Behörde schon einmal vornehmen, mit der entsprechenden Abmeldebescheinigung müssen wir diverse Verträge und Versicherungen sonderkündigen... und das alles nebenbei.
Davon abgesehen denken wir derzeit über ein eigentlich nur kleines logistisches Problem nach: wir fliegen in den Sommer und dürfen pro Nase nur 23 kg ohne Zusatzkosten (die enorm sein können) mitnehmen. Ok, plus 7 kg carry on. Also Sommerklamotten; aber bis zum Start brauchen wir eher noch Winterklamotten. Wir wollen natürlich nicht in den letzten ollen Klamotten rumlaufen, die guten Winterklamotten kommen aber vorher in den Container. Was wir die letzten Tage tragen bleibt aller Voraussicht nach (erstmal) bei meinen Eltern.
Ist nur ein Beispiel für viele kleine Dinge, die bedacht werden wollen oder die einem durch den Kopf gehen...

3 Kommentare 11.11.11 10:49, kommentieren

Überseeumzug

Bis übermorgen haben wir Zeit für die Wahl des Umzugsunternehmens.
Traditionell mach ich sowas ja selbst - ggf. mit Miet-LKW. Aber ich mag nicht mit einem LKW aus Norddeutschland nach Australien fahren.... :-)
Bis zum 23.11. muss der Container dann gepackt und auf dem Weg sein. Bei der Fa. unserer Wahl (voraussichtlich) werden wir 3 Std. fürs selbst packen haben (weitere Std. kosten extra). Bei der Alternative würde gepackt werden. Wir müssten am Zielort dann auspacken - bei der die es wohl wird werden die Sachen ins Haus/die Wohnung gebracht. Aber die sind halt nett, freundlich, kompetent UND rund 1000 € billiger...
Die Angebote sind nur schlecht vergleichbar, weil es viele Einzelpositionen gibt, die bei der 2. Wahl nicht detailliert aufgeschlüsselt sind. Außerdem setzen sich die Pakete bei den Firmen dann noch unterschiedlich zusammen. Ein Beispiel:
Transfer vom Hafen zur neuen Wohnung bietet Anbieter 1 für 300 € an, Anbieter 2 für 1.250 €. ABER: während bei Anbieter 1 nur der Transport angeboten wird, enthält der Preis bei Anbieter 2 auch das Auspacken im Hafen Melbourne (der Container darf den Hafen nicht verlassen) und die Zwischenlagerung bei einer örtlichen Spedition. Der Teil des Angebots ist bei Anbieter 1 an anderer Stelle wieder zu finden.
Letztlich ist es der Anbieter 2, der insgesamt über 1.000 € billiger ist.
Was ein 20 Fuß-Container von Deutschland nach Melbourne kosten kann? Knapp 4.000 €
Womit ein Teil der Kosten an uns hängen bleibt... Der neue Arbeitgeber zahlt allerdings den größeren Teil davon.

Bei den Kosten sind solche Dinge wie Containergestellung, Seetransport, Hafengebühren, Quarantänekosten, Lieferung, Versicherung, Zollgebühren, ... schon dabei.

1 Kommentar 7.11.11 14:56, kommentieren